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Moore sind eine der größten ungenutzten Chancen für deine Kommune.
Moore sind eine der größten Chancen für Kommunen.
Erfahre, was möglich ist – und warum jetzt der richtige Moment zum Handeln ist.
Kommunale
Paludikultur Allianz
95 % der Moorböden in Deutschland sind trockengelegt – und verantworten allein dadurch 7,5 % aller deutschen Treibhausgasemissionen. Das lässt sich ändern.
Wiedervernässung schützt vor Hochwasser und Dürren, verbessert die Wasserqualität, schafft lokale Wertschöpfung und ermöglicht eine zukunftsfähige Landwirtschaft. Bund und Länder haben das erkannt – doch die Umsetzung gelingt nur vor Ort.
Gemeinden und Landkreise sind dabei der entscheidende Hebel: Sie koordinieren Prozesse, bringen Akteure an einen Tisch und ebnen den Weg für eine nachhaltige Moornutzung. Komm.Paludi unterstützt dich dabei.
Das Moor schützen
und nutzen
Das Moor
schützen und nutzen
Moore bieten weit mehr als Klimaschutz. Je nach Standort entstehen durch Wiedervernässung und Paludikultur ganz konkrete Vorteile: Schutz vor Hochwasser und Dürren, neue Wertschöpfung für die lokale Wirtschaft, eine zukunftsfähige Landwirtschaft und attraktive Naherholungsräume. Das Thema ist vielschichtig – und genau deshalb lohnt es sich, tiefer einzusteigen.
Zukunftsfähige Moornutzung
Eine zukunftsfähige Moornutzung bringt zusammen, was auf den ersten Blick widersprüchlich wirkt: Naturschutz und wirtschaftliche Nutzung, Klimaschutz und lokale Wertschöpfung, Landwirtschaft und Biodiversität. Wiedervernässte Moore speichern Wasser und wirken so Hochwasser und Dürren entgegen. Sie verbessern die Wasserqualität, binden CO₂ und schaffen attraktive Naherholungsräume. Gleichzeitig ermöglichen sie eine standortangepasste Landwirtschaft, die langfristig tragfähig ist – für Landwirte, Kommunen und die Region insgesamt.
Was ist Paludikultur?
Paludikultur – abgeleitet vom lateinischen „palus" für Sumpf oder Moor – bezeichnet die nasse Bewirtschaftung von Moorflächen bei gleichzeitigem Torferhalt. Das Ziel: den Moorboden schützen und in einen naturnahen, nassen Zustand bringen, ohne auf eine landwirtschaftliche Nutzung verzichten zu müssen. Der Begriff wurde vom Wissenschaftspionier Hans Joosten geprägt.
Die wirtschaftlichen Chancen
Paludikultur ist kein Verzicht – sie ist ein Umbau. Wo heute entwässerte Moorböden degradieren und Emissionen verursachen, können morgen neue lokale Wirtschaftszweige entstehen. Schilf und Rohrkolben eignen sich als Bau- und Dämmstoffe, Torfmoose als Torfersatz in der Erdenindustrie, Nassgehölze als Holzwerkstoff. Große Unternehmen wie die OTTO Group erproben bereits Paludikulturprodukte in ihren Lieferketten. Für Kommunen bedeutet das: die Chance, regionale Wertschöpfung aufzubauen, Landwirte beim Umbau zu begleiten und Fördermittel zu erschließen, die ohne aktives kommunales Handeln unerreichbar bleiben.
Aktuelle Projekte
Quer durch Deutschland wird Moornutzung bereits aktiv erprobt. Landwirte testen gemeinsam mit Wissenschaftlern den Anbau von Paludikulturpflanzen, Unternehmen entwickeln marktfähige Produkte, und erste Kommunen organisieren den Dialog zwischen allen Akteuren vor Ort. Eine Übersicht größerer, vom Bund geförderter Moorbodenschutzprojekte findest du hier. An einer vollständigen Übersicht arbeiten wird.
Deine Kommune
im Fokus
Deine Kommune im Fokus
Nicht jede Kommune ist gleich betroffen – und nicht jede hat die gleichen Möglichkeiten. Wie viel Moorfläche liegt in deinem Gebiet? Wo schlummert ungenutztes Potenzial für Wiedervernässung und Paludikultur?
Gemeinsam mit Esri Deutschland haben wir das für jede Kommune in Deutschland analysiert. Das Dashboard zeigt dir, wie es um deine Kommune steht – und gibt dir einen ersten konkreten Anhaltspunkt, wo du ansetzen kannst.
Veranstaltungen
Regelmäßig laden wir kommunale Akteure zu kostenlosen Online-Veranstaltungen ein. Fachpersonen aus Wissenschaft, Wirtschaft und Politik liefern praxisnahe Einblicke – zu Themen, die direkt für deine Arbeit relevant sind.
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September 2026
wissen onlinePaludikultur im Fokus: Bau- und Dämmstoffe
Biomasse aus wiedervernässten Mooren lässt sich in einer Vielzahl von Branchen nutzen. Bau- und Dämmstoffe aus dem Moor sind in Form von Reetdächern aber auch z.B. im Bereich der Wanddämmung bereits seit Jahrhunderten in Nutzung und heute erproben Unternehmen moderne Verarbeitungsmethoden. Wir verschaffen uns einen Überblick über die Wertschöpfungsketten, die hier entstehen. -
Oktober 2026
wissen onlineMoore im Wald
Waldmoore sind Moore, die kaum jemand auf dem Schirm hat. Versteckt unter Baumkronen, oft entwässert — aber nicht immer: Erste Beispiele zeigen, dass Nassbewirtschaftung in Waldmooren möglich ist. Aber sind die Flächen groß genug sind, um für Paludikultur wirklich relevant zu werden? -
November 2026
wissen onlinePaludikultur im Fokus: Papier und Verpackung
Biomasse aus wiedervernässten Mooren eröffnet neue Perspektiven für die Papier- und Verpackungsindustrie. Fasern aus Rohrkolben, Schilf und Seggen lassen sich zu Papier, Kartonagen und Formpressteilen verarbeiten – eine regionale Alternative zu Frischfaserholz und fossilen Kunststoffen. Gemeinsam beleuchten wir die Akteure und Produkte, die diesen Markt derzeit prägen.
Weiterführende
Materialien, Ressourcen und Fachpersonen
Wir stellen verschiedene relevante Informationen für die Kommunen bereit. Dazu gehören eine Maßnahmenbank mit bestehenden kommunalen Lösungen im Moorschutz und der Paludikultur, umfangreiche Wissensressourcen und ein Verzeichnis von Fachpersonen zu allen Themen rund um Moorschutz.
Mooratlas
Aufzeichnung: Bestandsaufnahme im Moor
Sketchnote - Auftaktveranstaltung
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website Mooratlas
Hier findest du spannende Daten und Fakten zu Mooren. -
aufzeichnung Aufzeichnung: Bestandsaufnahme im Moor
Vor jeder Wiedervernässung steht die Bestandsaufnahme. Von der Moorklappsonde bis zur Drohne: Welche Methoden und Daten braucht es, um ein Moorprojekt zu starten? -
pdf Sketchnote - Auftaktveranstaltung
Erfahre mehr über unsere Auftaktveranstaltung in Form einer Sketchnote unseres Kollegen Philipp Burckhardt
Wegbereiter für kommunalen Moorschutz
Immer mehr Kommunen erkennen das Potenzial ihrer Moorflächen – und handeln. Sie zeigen, dass die kommunale Ebene nicht auf andere warten muss: Gemeinden und Landkreise können den Prozess anstoßen, Akteure zusammenbringen und konkrete Veränderungen vor Ort ermöglichen. Ihr Beispiel macht Schule.
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Baden-WürttembergPfrunger-Burgweiler Ried
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Mecklenburg-VorpommernStadt Greifswald
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NiedersachsenGemeinde Gnarrenburg
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BayernDonaumoos
Stadt Greifswald
Stadt Greifswald
Die Stadt Greifswald hat die erste kommunale Moorschutzstrategie beschlossen und veröffentlicht, mit den Zielen „Moore schützen und wiedervernässen, THG-Emissionen einsparen, neue Formen der landwirtschaftlichen Nutzung mitentwickeln, Bewusstsein schaffen für das Thema Moore und Wissen teilen.“ Im Rahmen der Moorschutzstrategie wurde auch eine Stelle als Moormanager:in geschaffen.
Donaumoos
Donaumoos
Der Donaumoos-Zweckverband vereint als öffentlich-rechtliche Organisation mehr als 10 Gemeinden, zwei Landkreise und Wasserverbände mit dem gemeinsamen Ziel, das Donaumoos als ländlichen Siedlungs-, Wirtschafts- und Kulturraum für seine Bewohner zu erhalten, die natürlichen Lebensgrundlagen zu sichern und zu verbessern sowie die Lebensräume von Flora und Fauna zu schützen und zu entwickeln.
Pfrunger-Burgweiler Ried
Pfrunger-Burgweiler Ried
Im Auftrag seiner drei Stiftergemeinden und seiner beiden Sitfterlandkreise widmet sich die Stiftung Naturschutz Pfrunger-Burgweiler Ried Projekten zur Erhaltung und Renaturierung von Mooren in ganz Baden-Württemberg. Das von Mercedes-Benz unterstützte Projekt „Klima Chance Moore“ fördert hierbei spezifisch die Etablierung von Paludikultur auf den Flächen der Stiftung.
Gemeinde Gnarrenburg
Gemeinde Gnarrenburg
Die Gemeinde Gnarrenburg arbeitet an einem Entwicklungskonzept, damit das Gnarrenburger Moor seinen Beitrag zu den Klimaschutzzielen leisten kann, aber auch damit die Lebensgrundlage für die Menschen in der Moorregion nicht verloren geht. Neben einer Bestandsaufnahme der Böden steht auch ein „Runder Tisch“ mit allen Akteursgruppen im Fokus der Arbe
Kommunen, die bereits aktiv sind
Diese und viele weitere Kommunen sind Teil unseres Netzwerks und setzen sich aktiv für eine zukunftsfähige Moornutzung ein – jede auf ihre eigene Weise und in ihrem eigenen Tempo.
Wir sind Experten dafür, die richtigen Menschen zusammenzubringen.
Wir sind
Experten dafür, die richtigen Menschen zuzusammen-
bringen.
Wir, das Projektteam von Komm.Paludi treiben mit Leidenschaft die Vernetzung der Kommunen mit Blick auf Moornutzung voran. Wir haben uns zum Ziel gesetzt, einen Austausch auf Augenhöhe zu ermöglichen und Handlungsmöglichkeiten aufzuzeigen, die es Dir erleichtern, im Rahmen Deiner Gegebenheiten aktiv zu werden.
Partner und Unterstützer
Komm.Paludi wird von der Andrea von Braun Stiftung gefördert und arbeitet mit führenden Organisationen aus Wissenschaft, Technologie und Naturschutz zusammen.
Kontakt aufnehmen
Fragen, Ideen, oder einfach Lust auf ein erstes Gespräch? Wir freuen uns von dir zu hören.